Am vergangenen Freitag trafen sich Vertreter*innen des Planungsdialogs mit Vertretungen verschiedener Ämter und Gemeinden aus dem Planungsraum II zum gemeinsamen Auftaktgespräch zur Phase II des GEFEK 2.0-Projektes. GEFEK 2.0 ist die Fortführung des regionalen Gewerbeflächenentwicklungskonzepts für den Planungsraum II in Schleswig-Holstein.
Ziel der Weiterentwicklung des Gewerbeflächenentwicklungskonzeptes ist es, planerisch gesicherte, aber nicht verfügbare Flächen im Planungsraum II zu mobilisieren und zusätzliche Flächenpotenziale zu identifizieren. Der Fokus der Phase II ist es, anhand ausgewählter Praxisbeispiele einen „Handlungsleitfaden für die nachhaltige Entwicklung gewerblicher Bauflächen“ zu entwickeln, der auf andere Flächenentwicklungen übertragbar sein wird.
Dafür wurden im Vorfeld vier geeignete Beispielflächen im Planungsraum II identifiziert, die sich aufgrund unterschiedlicher Gegebenheiten zur Entwicklung eines möglichst allgemeingültigen Werkzeugkastens für die Flächenentwicklung eignen.
Sie haben eine Größe von 3 bis 70 ha und stellen zusammen somit 102 von rund 241 ha potenziell verfügbarer Fläche. Sie sind Teil von einer oder mehrerer Kommunen und erfüllen sowohl entweder regionale oder überregionale Bedarfe. Im Projektzeitraum bis Ende 2025 werden nun gemeinsam mit Vertreter*innen aus den Gemeinden und Ämtern sowie Vertreter*innen des Planungsdialogs und externen Dienstleister flächenbezogene Handlungsempfehlungen erarbeitet und in einem Handlungsleitfaden gebündelt.
Ziel ist es, die Beispielflächen effizient und ressourcenschonend zu Gewerbe- und Industrieflächen zu entwickeln. Dafür werden verschiedene Handlungsfelder betrachtet. Die Rahmen- und Bauleitplanung legt z. B. planerische Vorgaben zu flächensparender Infrastruktur, Lage und Beschaffenheit der Baukörper oder Ausgestaltung der Freiflächen fest. Durch die Einbeziehung der kommunalen Ebene werden modellhafte Rahmenkonzepte erarbeitet, die im Rahmen von Werkstattverfahren durch Zuständige des Planungsdialogs begleitet werden.
Im weiteren Vorgehen werden Ortstermine und Vor-Ort-Gesprächen mit Beteiligung von Mitarbeitenden der Kommunen/Ämter aus den Bereichen Planung, Umwelt, Wirtschaftsförderung koordiniert. In Werkstätten mit thematischen Schwerpunkten wie energetische Optimierung oder Beschleunigung von Planverfahren werden erste Ergebnisse zusammengeführt und Handlungsmöglichkeiten erläutert.
Der Planungsdialog versteht sich als gemeinsame Struktur der Raumplaner*innen und Wirtschaftsförderer*innen der Region unter Federführung der Kieler Wirtschaftsförderung. Diese Kooperation besteht seit 2013 und ist aus dem Regionalen Entwicklungskonzept hervorgegangen. Es zeichnet sich dadurch aus, dass Wirtschaftsförderer*innen und Planer*innen zusammen an der Abstimmung, Entwicklung und Vermarktung von für die Region bedeutsamen Gewerbestandorten arbeiten. Ziel ist es, im gemeinsamen Wirtschaftsraum Gewerbeflächen zu schaffen, die für Unternehmen attraktive Entwicklungschancen bereithalten.
Das Gründerteam Tim Grossmann und Tobias Pörtner haben eine integrierte Software-Suite entwickelt, die es regionalen Verlagen ermöglicht, moderne Medienformate nahtlos in das bestehende digitale Angebot einzubinden.
Industrieproduktion hat in Kiel-Friedrichsort eine lange Tradition. Allerdings ist die Infrastruktur am sogenannten StrandOrt Kiel nicht mehr zeitgemäß. Die Revitalisierung des Geländes gibt dem Industrieareal eine neue wirtschaftliche Perspektive.
Das „Clean Energy Valley Schleswig-Holstein (CEV SH)" nimmt weitere Gestalt an. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Landräte der regionalen Entwicklungsachse trafen sich in Kiel, um die Fortschritte der vergangenen Monate zu reflektieren und die Weichen für die nächsten Schritte zu stellen. Das CEV SH soll national und international als Modellregion für die integrierte Energiewende und eine nachhaltige Industrieentwicklung Maßstäbe setzen.