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Kieler Industriekonferenz 2022 – Das nehmen wir mit

11.10.2022 – Über 70 Teilnehmer*innen haben sich am vergangenen Donnerstag bei der 1. Kieler Industriekonferenz im Wissenschaftszentrum Kiel den Zukunftsfragen der Industrie in der Landeshauptstadt gestellt. Welchen Herausforderungen stehen wir in der heutigen Zeit gegenüber? Was können wir tun, um zukunftsfähig und wettbewerbsfähig zu bleiben? Welchen Stellenwert haben Nachhaltigkeit und Innovation in der Industrie 4.0? Und wie wichtig ist die Verteidigungsindustrie für den Standort? Die Industriekonferenz fand im Rahmen des Industriepolitischen Dialogs statt, initiiert durch die Landeshauptstadt Kiel, die KiWi, Kieler Wirtschaftsförderung, die IHK zu Kiel, den Unternehmensverband Kiel e.V., die IG Metall Kiel-Neumünster und den DGB.

Status quo

Die Auswirkungen der Coronapandemie, die steigende Inflation, die Energiekrise und der verbrecherische Krieg Russlands stellen uns vor neue Herausforderungen und bilden aktuell die größte ökonomische Bedrohungslage seit Jahrzehnten. Zusätzlich machen es die Digitalisierung, der Fachkräftemangel und allgegenwärtige Transformationsprozesse nötig, dass sich Unternehmen, Verbände, Kammern, Wirtschaftsförderungen, Hochschulen und alle Beteiligten immer wieder selbst auf den Prüfstand begeben und zukunftsfähig aufstellen.

Transformation für die Zukunftsfähigkeit

Die notwendigen Veränderungen in der Energiewende, bei der Bekämpfung des Klimawandels und auch in Sachen Digitalisierung sind uns bewusst, wurden bislang aber nur schleppend vorangetrieben. Die Anpassung an neue Gegebenheiten fällt oftmals schwer. Umso wichtiger ist es, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen und für das Gelingen des Fortschritts die Verantwortung für den eigenen Part zu übernehmen. So lautet ein einhelliges Fazit der Konferenzteilnehmer*innen.

Das Ökosystem der hiesigen Industriebranche ist groß und hat vielfältige Kompetenzen, die es nun gemeinsam zu erweitern und in die Zukunft zu tragen gilt. Dafür ist es wichtig, klare, gemeinsame und erreichbare Ziele und Visionsbilder zu formulieren – und den Umsetzungsprozess in überschaubare Schritte zu gliedern. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde im Rahmen der Industriekonferenz gegangen.

Ein starkes Netzwerk

Wie handhaben andere Unternehmen die Transformation? Wo bringt uns gegenseitiger Austausch und Unterstützung voran? Wo lohnt es sich, einander zuzuhören und dadurch voneinander zu lernen? In gemeinsamen Workshops zu den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und zur Verteidigungsindustrie wurde auf der 1. Kieler Industriekonferenz gemeinsam überlegt, welche Ziele für die Kieler Industrie relevant sind, welche jeweils eigenen Schritte in die Umsetzung gebracht werden können – und auch, wo Hilfe oder Austausch innerhalb der Community benötigt wird. Dabei stellten die Teilnehmer*innen fest, wie viele kleine Schritte sie selbst relativ leicht umsetzen können, um den Berg der Aufgaben lösbarer und weniger bedrohlich wirken zu lassen.

Standortmarketing

Kiel hat einzigartige Standortvorteile – die Lage am Wasser, viel Lebensqualität, gute verkehrliche Anbindungen sowie Hochschulen und Berufsbildungszentren mit gut ausgebildeten Fachkräften von morgen. Es gilt nun, diese Faktoren selbstbewusst nach außen zu tragen und mit ihnen für den Wirtschaftsstandort Kiel zu werben.

Bekenntnis zur Verteidigungsindustrie

Die Verteidigungsindustrie hat eine große Bedeutung für die Wirtschaft der Landeshauptstadt. Etwa 5.300 Arbeitsplätze bei 15 mittelständischen Unternehmen gibt es in Kiel. Die Branche ist innovativ und technologisch fortschrittlich und sie schafft Wertschöpfung. Ein klares Bekenntnis zur Verteidigungsindustrie von Seiten der Stadt, des Landes, der Hochschulen und der Unternehmen selbst ist gefragt – um Ansiedlungsstrategien, Flächenbereitstellung und ein starkes Netzwerk vorantreiben zu können. Eine Kooperation von Unternehmen und Hochschulen für den Wissens- und Technologietransfer sollte fokussiert werden. Insgesamt gilt es aufzuklären, was Verteidigungsindustrie bedeutet, welche hochkomplexen technologischen Entwicklungen hier eine Rolle spielen und wie viele Arbeitsplätze sie schafft.

Das Kieler Positionspapier zur Verteidigungsindustrie, das im Rahmen des Industriepolitischen Dialogs entwickelt wurde, können Sie hier herunterladen.

Die Vortragsfolien von Dieter Hanel, Vorsitzender des Arbeitskreises Wehrtechnik Schleswig-Holstein, zur 1. Kieler Industriekonferenz gibt es hier noch einmal zum Nachlesen.

Eine Vision für die Industrie in Kiel

Der Industriepolitische Dialog ist seit über 5 Jahren die Kommunikationsplattform der Branche in Kiel. Eine Besonderheit in der Landeshauptstadt ist, dass dafür die verschiedensten Akteur*innen regelmäßig zusammenkommen: die Landeshauptstadt Kiel, die KiWi, Kieler Wirtschaftsförderung, die IHK zu Kiel, der Unternehmensverband Kiel e.V. und die Gewerkschaften IG Metall Kiel-Neumünster und der DGB. Erstmals wurde nun im Rahmen des Industriepolitischen Dialogs in Zusammenarbeit mit Unternehmer*innen und Betriebsräten ein Visionsprozess für die Industrie am Standort durchgeführt. Das Ergebnis sind zwei thematische Schwerpunkte mit großem Zukunftspotenzial und fünf Handlungsfelder, die bei der 1. Kieler Industriekonferenz in großem Kreis diskutiert und weiterentwickelt wurden. Die vollständige Zukunftsvision der Industrie in Kiel können Sie hier herunterladen.

Einen Überblick zu den Themen der Zukunftsvision gab KiWi-Geschäftsführer Werner Kässens in seinem Vortrag bei der Kieler Industriekonferenz. Die Vortragsfolien gibt es hier zum Nachlesen.

Die Kieler Wirtschaftsförderung bedankt sich im Namen aller Initiator*innen des Industriepolitischen Dialogs für Ihre Teilnahme an der 1. Kieler Industriekonferenz und damit für Ihren Beitrag an der Gestaltung der Zukunft der Industrie in Kiel!

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