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Ideen säen – Erfolge ernten: Unternehmer*innen, StartUps und Expert*innen diskutierten auf der Konferenz Arbeiten 4.0

29. September 2021 - Was braucht es, um aus Ideen Erfolge erwachsen zu lassen? Wie können kreative Ansätze erfolgreich umgesetzt werden? Und wie können wir auch aus dem Scheitern lernen? Die Konferenz Arbeiten 4.0, eine Veranstaltung des Industriepolitischen Dialogs Kiel, wurde erneut von UV Kiel und der KiWi organisiert und fand in diesem Jahr erstmals zur Digitalen Woche Kiel statt. Auf dem Programm standen Vorträge aus der Praxis, Pitches von StartUps, authentische Erfahrungsberichte und viel Diskussionsstoff. Die ganze Konferenz Arbeiten 4.0 können Sie jetzt in der Mediathek der Digitalen Woche Kiel noch einmal erleben!

New Work im digitalen Zeitalter

Der Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer eröffnete die Konferenz Arbeiten 4.0 per Videoschalte und übergab gleich danach an Hendrik Murmann, Vorstandsvorsitzender des UV Kiel und an KiWi-Geschäftsführer Werner Kässens. Dem Thema New Work messen alle drei eine sehr große Bedeutung zu und rufen Unternehmer*innen dazu auf, sich Veränderungs- und Transformationsprozessen offen zu stellen.

Drei StartUps, 13 Minuten Zeit: Nach der Begrüßung durch die Veranstalter hatten die Gründer*innen von IdeaChamp, Soulbreak und Staffbite die Gelegenheit, ihre zukunftsweisenden Geschäftsideen vorzustellen. Im Angebot der StartUps waren digitale Lösungen für Ideenmanagement, Feel-Good-Management und die Erstellung von Schichtplänen in Unternehmen.

Keynotes und Perspektiven auf der Konferenz Arbeiten 4.0

Journalistin und Autorin Stefanie Hornung plädierte in ihrer Keynote „Ach du meine Vergütung! Was New Pay mit New Work zu tun hat“ für Fairness, Offenheit und Transparenz in Vergütungsfragen.

Kann wirklich jeder Trend in der Arbeitswelt auf jedes Unternehmen angewendet werden? Christoph Bechtel, Geschäftsführer der plan(neo) GmbH findet: Nein. In seiner Keynote „Die Mär vom Neuen Arbeiten“ macht er deutlich, dass jedes Unternehmen seinen eigenen Weg zu Neuem Arbeiten finden muss.

Dirk Ramhorst, CDO und CIO der Wacker Chemie AG München und Leiter der Kieler Woche Segelregatta gab in seiner Keynote „Digitale Transformation in der Arbeitswelt – wohin geht die Reise?“ seinen eigenen Blick auf die Digitale Transformation preis. Transformation braucht eine Vision. Daten sind das neue Wasser und folglich existenziell für unsere Zukunft. Wacker digital ist ein seit 5 Jahren bei der Wacker AG laufender digitaler Transformationsprozess, in dem es um ein besseres Verständnis von Daten geht. Trotzdem steht im Mittelpunkt des Prozesses der Mensch.

Diskussionsstoff und Expert*innen-Tipps

Abschließend diskutierte KiWi-Geschäftsführer Werner Kässens mit Unternehmensvertreter*innen aus dem Kreis des Industriepolitischen Dialogs zum Thema Neues Arbeiten. Am Ende der Diskussion richteten die Vertreter*innen etablierter Unternehmen Empfehlungen an die StartUps:

Für Katrin Birr (Geschäftsführerin der Gebrüder Friedrich Werft) ist Kommunikation mit Mitarbeiter*innen, Kund*innen und in Netzwerken das wichtigste Erfolgsrezept. Andreas Eule (Geschäftsführer der Walterwerke) rät fertige Produkte schnell auf den Markt zu bringen, alles auf Vertrieb zu setzen und erst dann zu optimieren. Stefanie Sawicki (stellv. Betriebsratsvorsitzende, TKMS) wird in ihrer Antwort philosophisch. Sie gibt den StartUps folgenden Rat mit auf den Weg: Es gibt nicht die Wahrheit, sondern verschiedene Wahrnehmungen und jede Perspektive hat ihre Berechtigung. Thorsten Dohse (stellv. Betriebsratsvorsitzender, KVP/ Elanco), wünscht sich, dass junge Unternehmer*innen mit ihren Ideen auf etablierte Unternehmen zukommen. Etablierte Unternehmen können viel von StartUps lernen, so Dohse zum Abschluss der Runde.

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