Am Wasser, auf dem Wasser, aus dem Wasser: Segeltörn „Kiel erleben“ zur Kieler Woche 2019

An vielen Orten in der Stadt wird gebaut und investiert. In der Kieler Innenstadt entstehen neue Flächen für Hotels, Gewerbe und Industrie. Doch nicht nur in der Innenstadt ist viel in Bewegung: Auch die Kieler Wirtschaft wächst, es entstehen neue Wissensquartiere und moderne Gewerbegebiete, die neuen Anforderungen an Digitalisierung, Energie und Mobilitätsformen gerecht werden. Zur Kieler Woche hat die Kieler Wirtschaftsförderung überregionale Projektentwickler*innen an Bord der Stortemelk geladen, um sich zu vernetzen und um diejenigen Orte zu erkunden, an denen jetzt und in Zukunft Neues entsteht.

Kieler Woche, Donnerstag 27. Juni, 9:30 Uhr: Etwa ein Dutzend Traditionssegler haben am Sartorikai festgemacht, das Wetter ist für Kieler-Woche-Verhältnisse erstaunlich sonnig und die Wettervorhersagen kündigen beste Segelbedingungen mit bis zu Windstärke sechs an. An Bord des niederländischen Segelschoners „Stortemelk“ hat die Kieler Wirtschaftsförderung heute Architekten, Planer, Projektentwickler, Finanzierer und andere Akteure der Immobilienbranche geladen, die sich jetzt über Gangways und Holzleitern und vorbei an der Takelage den Weg auf das Schiff bahnen.

Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer betont in seiner Begrüßungsrede an Bord die enorme Entwicklungsdynamik der Stadt: „Kiel ist im Wandel. Das zeigt sich sowohl an den Baumaßnahmen im Kieler Stadtbild, als auch an den zunehmenden internationalen Themen wie unseren Städtepartnerschaften oder der Digitalen Woche Kiel.“ Kiel habe mit den vier Hochschulen, mit Forschungseinrichtungen und Wissensquartieren große Stärken – und wichtige Treiber und Impulsgeber für die Zukunft der Landeshauptstadt.

Auch Werner Kässens als Geschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderung ist davon überzeugt: „Die Kieler Wirtschaft wächst. Viele Unternehmen investieren in Erweiterungsbauten, in Forschung und Innovationen. Die Kieler Gründerszene ist vielfältig und dynamisch – und Netzwerke aus etablierten Unternehmen, Startups, Hochschulen und Förderern sorgen für einen lebendigen Austausch und für Innovationsschübe.“

Um 10 Uhr legt die Stortemelk ab. Kapitän Mike de Jonge steuert das knapp 40 Meter lange Schiff auf die Kieler Förde und nimmt Kurs auf den Seefischmarkt am Kieler Ostufer. Dort macht der Zweimaster direkt vor dem Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (kurz: Geomar) fest. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel und der ZTS GmbH (Zentrum für maritime Technologie und Seefischmarkt) als Flächeneigentümerin wird die Kieler Wirtschaftsförderung das Quartier um den Seefischmarkt in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Kieler Wissensquartier weiterentwickeln. „Das Quartier am Ostufer ist mit der Fachhochschule Kiel, dem Geomar und den Verbindungen zur Technischen Fakultät der CAU schon jetzt ein Ort des Wissens“, sagt Steffen Volk, der das Projekt bei der Kieler Wirtschaftsförderung verantwortet, „Künftig sollen sich hier noch mehr wissensintensive Unternehmen und Projekte ansiedeln, für die die Nähe zu den Hochschulen und ein Wissenstransfer von Bedeutung ist.“

Die Segelgäste gehen von Bord der Stortemelk und werden von Jan Steffen – Referent für Kommunikation und Medien am Geomar – empfangen. Der hier entstehende Erweiterungsbau des Geomar, so Steffen, solle künftig alle 1.000 Mitarbeiter in Kiel am Ostufer konzentrieren. 150 Labore im Sockelgeschoss und Büroflächen in den darüberliegenden Geschossen sind aktuell im Bau. Das Geomar ist eines der weltweit führenden Zentren für Ozeanforschung und forscht in vielen Themenfeldern – seien es die menschlichen Einflüsse auf die Ökosysteme, wie beispielweise durch CO2-Bildung oder Überfischung, das Klima, Rohstoffe und Wirkstoffe aus dem Meer oder Untersuchungen im Bereich der Plattentektonik. Die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft spielt auch hier eine Rolle – so wird auch seitens des Geomar enger Kontakt zu den Hochschulen und zu ansässigen Firmen gehalten. „Eine Neuausrichtung des Seefischmarkt-Geländes hin zu einem wissensintensiven Standort hat großes Potenzial“, sagt Dr. Ingo Lübben, Geschäftsführer der ZTS GmbH, „Geplant ist die Entwicklung eines Quartiers, in dem auch die Aufenthaltsqualität, die Nahversorgung und kulturelle Themen eine Rolle spielen.“

Zurück an Bord der Stortemelk: Die Besatzung hisst direkt nach dem Ablegen die Segel und die kommenden zwei Stunden fährt das Schiff unter vollen Segeln die Förde hinauf – vorbei am Tiessenkai, am Holtenauer Leuchtturm, an den Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals, am Leuchtturm Friedrichsort, an den Jollen, die die Regatten der Kieler Woche segeln, vorbei an Heikendorf und Laboe im Osten der Kieler Förde.

Der nächste Landgang ist einer maritimen Potenzialfläche gewidmet, die in den kommenden Jahren in Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Kiel und der Kieler Wirtschaftsförderung entwickelt wird. Das ehemalige Gelände des Marinefliegergeschwaders (MFG 5) soll sich zu einem ganz neuen, vernetzten Stadtteil entwickeln – mit Wohnflächen, Gewerbeflächen, Dienstleistungen, Freizeitangeboten, Segeln, Tourismus und Sport- und Gemeinschaftsflächen. Konstanze Meißner, Projektleiterin im Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Kiel, gibt den Gästen Einblick in die Planungen: „Etwa 1.400 Wohneinheiten werden hier entstehen. Das knapp 80 ha große Quartier wurde im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen in drei Teilbereiche mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten geteilt – im Norden entstehen überwiegend Gewerbeeinheiten, das Maritime Quartier umfasst neben Flächen mit Gewerbe- und Mischnutzung auch Sondernutzungen und im südlichen Teil sind vor allem Flächen mit Wohnnutzung und Sportflächen geplant.“

Seit 2014 steht die Fläche in großen Teilen der Öffentlichkeit zur Verfügung und kann – per Rad oder zu Fuß – durchquert oder zum Verweilen genutzt werden. Seit 2016 findet auf dem Areal außerdem jährlich das Startup-Festival Waterkant.SH statt. Opencampus-Mitbegründer Alexander Ohrt und Frederik Steinbock führen die Gäste durch die Hallen, die gerade vom 13. bis 14. Juni 2019 noch Schauplatz des bunten Waterkant Festivals waren. Hier vernetzen sich jährlich regionale, überregionale und internationale Startups untereinander, treffen auf Unternehmen und Organisationen und stellen Innovationen vor. Die interaktiven Formate auf dem Waterkant-Festival ermöglichen einen Wissenstransfer, der für Schleswig-Holstein einmalig ist und den Wirtschaftsstandort stärkt. Die Themen reichen von New Work über Virtual und Augmented Reality bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Gaming. Auch die Kieler Wirtschaftsförderung ist mit der Digitalen Woche Kiel sowie in einer weiteren Area zusammen mit PWC auf dem Festival vertreten.

Die Stortemelk legt am ehemaligen MFG5-Gelände ohne ihre Gäste ab. Der Traditionssegler verabschiedet sich mit dröhnendem Schiffshorn von seinen Tagesgästen – die den Abend im nahegelegenen Restaurant „Hafenwirtschaft“ ausklingen und den Tag Revue passieren lassen.

Weitere Impressionen zum Segeltörn gibt es hier.

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