KiWi Kieler Wirtschaftsförderung

Gelungene Auftaktveranstaltung des Exoprothesennetz.SH im Wissenschaftspark Kiel

Bundesweit einzigartiges Netzwerk aus Schleswig-Holstein für optimierte, ganzheitliche Versorgung von Menschen mit Amputationen nimmt Fahrt auf.

Am Montag, den 16. April, kamen im Wissenschaftszentrum im Kieler Wissenschaftspark über 100 Teilnehmer aus den Bereichen Orthopädietechnik, Softwareentwicklung, additive Fertigung (3D-Druck), Gesundheitsmanagement und Rehabilitation ebenso wie Fachkliniken, Forschungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen und Interessensvertretungen sowie individuelle Betroffene zusammen, um den Auftakt des Exoprothesennetz.SH mit anregenden Vorträgen und anschließender Gesprächs- und Vernetzungsrunde zu begehen.

Die Netzwerkpartner aus Kiel und Umgebung haben sich zum Ziel gesetzt, amputierten Menschen über den Aufbau des interdisziplinären Prothesennetzwerks zu einer bestmöglichen Mobilität zu verhelfen und sie zu motivieren, verstärkt am Alltag teilzuhaben. Das Exoprothesennetz.SH soll als zentraler Ansprechpartner für Betroffene die Anlaufstelle bei allen Fragen zu medizinischen Problemen, körperlichen Beschwerden und prothetischen Lösungen sein und patientenindividuelle Behandlungspfade aufzeigen.

„Unser Netzwerk bietet den ratsuchenden Patienten Unterstützung in jeglichen Aspekten ihrer Behandlung. Durch die Vernetzung der verschiedenen Disziplinen ermöglichen wir den Patienten ein breites Spektrum an Hilfestellungen über eine zentrale Anlaufstelle“, erklärt Netzwerkmanager Stephan Büchler, der als gelernter Orthopädietechniker, Prothesenträger und Leistungssportler die unterschiedlichen Perspektiven auf die Thematik aus erster Hand kennt. Angesichts der steigenden Anzahl von Diabeteserkrankungen, die die Hauptursache für Amputationen in Deutschland darstellen, wird dieses Thema zukünftig noch stark an Bedeutung gewinnen.

Genau rechtzeitig zur Auftaktveranstaltung ist Mareike Chalkley ins Netzwerkmanagement eingestiegen, um das Projekt mit voran zu treiben, speziell mit Blick auf Innovationsförderung. „Durch die Auftaktveranstaltung hatte ich gleich an meinem ersten Tag die Chance, alle Netzwerkpartner persönlich kennenzulernen, und das ist für eine positive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit immens wichtig“ freut sich Frau Chalkley, die nach 21 Jahren im Ausland nun zurück in ihrer Heimatstadt ist. „In England habe ich in den vergangenen 10 Jahren Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen im Projektmanagement und der Antragsstellung für britische und europäische Fördermittel beraten, speziell im Bereich Innovation. Das Exoprothesennetz.SH bietet Netzwerkpartnern eine ideale Plattform für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, und ich bin schon ganz gespannt, was wir im Rahmen dieses Netzwerkes aufstellen können werden.“

Die nächste „flagship“ Veranstaltung des Exoprothesennetz.SH wird die Teilnahme an der OT-World, der weltweit größten Orthopädietechnik-Messe, in Leipzig im Mai sein, wo sich das Netzwerk mit von den Partnern frisch abgestimmtem Logo in Halle 1 Stand F39 vorstellt, um damit für das Netzwerk und alle Partner bundesweites und internationales Interesse zu wecken.

Das Exoprothesennetz.SH hat, aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert, Anfang November 2017 seine Projektarbeit aufgenommen; das Netzwerkmanagement wird durch die KiWi, Kieler Wirtschaftsförderung ausgeführt.

Informationen zum Angebot und zur Arbeit des Netzwerks erhalten Betroffene und deren Angehörige bei Stephan Büchler unter @email oder Telefon: 0175/8902824. Interessierte Unternehmen und Einrichtungen melden sich bitte gerne bei Mareike Chalkley unter @email oder 0431/2484136.

Das Exoprothesennetz.SH wird gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM): Das ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitenden wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen. Mit dem ZIM sollen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig unterstützt und damit ein Beitrag zu deren Wachstum verbunden mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geleistet werden.

Ansprechpartner für die Medien:
KiWi, Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH
Yvonne Smith, Marketing & Unternehmenskommunikation
Tel. 0431/2482-290, Fax 0431/2484-111, E-Mail: ysmith@kiwi-kiel.de