KiWi Kieler Wirtschaftsförderung

2. Konferenz Arbeiten 4.0 - Rückblick

Vorträge am Vormittag – Aktives Arbeiten am Nachmittag – Start-up-Ideen zum Abschluss

Die 2. Konferenz „Arbeiten 4.0“ war erneut ein voller Erfolg! Ein bunter Blumenstrauß an Themen rund um Digitalisierung, Industrie 4.0 und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt wurden in unterschiedlichen Formaten bewegt. Über 120 Teilnehmer waren am 6. März 2018 dabei.

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für diesen tollen Tag!

Start in den Tag
Nach der Begrüßung des UV Kiel Vorsitzenden Hendrik Murmann, der auch das Grußwort vom grippekranken KiWi-Chef Werner Kässens übernahm, folgte eine kurze Ansprache vom Konferenz-Schirmherr OB Kämpfer. Grundtenor beider Ansprachen: Die Kiel Region sei auf einem guten Weg in Sachen Digitalisierung. Viele Angebote für Unternehmen und Beschäftigte informieren bereits über die Herausforderungen und bieten gute Unterstützungsmöglichkeiten. Eine gute Infrastruktur (digital & analog), Investitionen in die Zukunft durch auf die digitalisierte Welt angepasste Bildungsangebote (von der Kita bis ins hohe Alter) und Vernetzung von relevanten Akteuren (Wissenstransfer & Austausch) seien die benötigte Voraussetzung für sich weiterentwickelnde Unternehmen, so Murmann.

Inspirierende Vorträge
Die einführende Key-Note von Dr. Stephan E. Göthlich, Robert Bosch GmbH, war ein gelungener Brückenschlag zwischen angewandter Philosophie („Zukunft ist Vergangenheit“) und realistischen Lösungsvorschlägen für die Herausforderungen der neuen Technologien („Der Mensch steht im Mittelpunkt: Schafft neue Perspektiven für die Beschäftigten!“).
Der Blick in die Vergangenheit machte deutlich: Vieles, was heute als Buzzword inflationär für visuelle Technologietrends benutzt wird, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als alter Wein in neuen Schläuchen: „Alle sprechen von Big Data – im Grunde ist das Statistik, nur schneller!“. Also alles nur Show and Shine? Ganz so ist es nicht. Die neue Technologie verändert Prozesse, neue Prozesse verändern die Strukturen und mittendrin steht – wie immer – der Mensch. Und der will mitgenommen und eingebunden werden.

Welche Vorurteile Start-Ups und „alteingesessene“ Unternehmen hervorrufen, wurde in dem Vortrag „Coworking Management – Was KMU aus neuen Arbeitsformen und Start-Up-Kulturen lernen können und was besser nicht“ humorvoll aufgezeigt. Harm Brand von opencampus.sh entführte die Teilnehmer in die Start-Up Ökosysteme und vermittelte – trotz vieler Anglizismen und „fancy“-Begriffe – verständlich und leicht zugänglich Ideen, die auch ein Traditionsunternehmen mit wenigen Handgriffen zum Beispiel für eine aufgelockerte Arbeitsatmosphäre einsetzen kann.

Nach einer kurzen Pause ging es dann um ein Best-Practice-Beispiel aus Schleswig-Holstein. Dr. Gero Dietrich und Ulrike Orywal von der DRÄGERWERK AG & Co. KGaA berichteten von den flexiblen Arbeitszeitmodellen, die in dem Gesundheitsriesen aus Lübeck seit einigen Jahren erfolgreich angewandt werden: von eigenverantwortlichen Zeitspeichern über mobiles Arbeiten bis zu Sabbaticals. Bei einem Unternehmen mit weltweit mehr als 13.000 Mitarbeiter eine wirklich große Herausforderung. Dabei ist gegenseitiges Vertrauen das tragende Element der Vereinbarungen. Erneut wurde deutlich: Nur gemeinsam mit den Beschäftigten (hier dem Betriebsrat) und einer vertrauensvollen, konstruktiven Zusammenarbeit können betriebliche und persönliche Interessen in Einklang gebracht werden.

Die Grippewelle hat leider auch nicht vor unseren Referenten halt gemacht und so musste der Vortrag von Herrn Eggebrecht, Siemens AG, leider ausfallen. Doch Langeweile kam nicht auf – die gewonnene Zeit wurde durch viele Fragen der Teilnehmer und teils kontroverse Diskussion gefüllt.

Ein besonderes Projekt, von dem Studierende und Unternehmen gleichermaßen profitieren können, wurde kurz vor der Pause vorgestellt: My digital Challenge.

Die Panels
Nach einer stärkenden Mittagspause teilte sich die Gruppe in vier Panels, die so unterschiedlich gestaltet waren, wie der Konferenztitel „Arbeiten 4.0“ vermuten lässt. In Panel 01 wurde im World-Café ein digitales Geschäftsmodell erarbeitet. Herausgekommen ist eine mit dem Canvas-Business-Modell gestaltete Vielflieger-App. In Panel 02 drehte sich alles um die Dos und Don’ts, wenn Unternehmen den digitalen Wandel angehen wollen. Panel 03 mischte Erfahrungsberichte und interaktive Thementische rund um die Innovationskultur in Unternehmen. Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft stand in Panel 04 im Vordergrund: Vier Kurzvorträge von Professoren der Fachhochschule Kiel und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zeigten den Weg zum vernetzten Unternehmen auf.

3 x 13 Minuten
Zum Abschluss kamen Start-Ups zu Wort. Unter dem Motto 3 x 13 Minuten hatten drei JungunternehmerInnen aus und um Kiel die Möglichkeit, sich und ihre Ideen zu präsentieren.

Mit dabei waren

clarifydata

Drej

PAPENWOHLD


Wir finden: Ein rundum gelungener Tag mit einer guten Mischung aus Input und Begegnung. Wir, die Organisatoren UV Kiel und Kieler Wirtschaftsförderung, bedanken uns bei allen Teilnehmern, Gästen, Referentinnen und Referenten sowie Mitarbeitern des ATLANTIC Hotel Kiel für die nette Gastfreundschaft.