Maritime Potenzialfläche im Kieler Norden

Ein 80 ha großes Areal, zwei Kilometer Wasserkante und eine atemberaubende Aussicht über die Kieler Förde: Auf der Maritimen Potenzialfläche im Kieler Norden entsteht ein ganz neues Quartier. Ein zukunftsorientierter, lebendiger und vernetzter Stadtteil, in dem Arbeiten, Wohnen und Freizeit miteinander verknüpft werden.

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Steffen Volk

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Das Quartier

Dieses Areal in direkter Lage an der Kieler Förde wird sich in den kommenden Jahren zu einem Stadtteil entwickelt – mit Wohnflächen, Gewerbeflächen, Dienstleistungen, Freizeitangeboten, Segeln, Tourismus und Sport- und Gemeinschaftsflächen.

Die Gewerbeflächen sollen künftig der Gesundheitswirtschaft, dem produzierenden Gewerbe und den erneuerbaren Energien Raum für Entwicklungen geben. Aus der hervorragenden Lage ergeben sich außerdem vielversprechende Ansätze für die Tourismusbranche und die maritime Wirtschaft. Die städtebaulichen Planungen sind in vollem Gange.

Bis zum Jahr 2012 hatte das Marinefluggeschwader 5 (kurz MFG 5) hier seinen Stützpunkt. Seit 2014 steht die Fläche in großen Teilen der Öffentlichkeit zur Verfügung und kann – per Rad oder zu Fuß – durchquert oder zum Verweilen genutzt werden.

Das Areal im Kieler Norden ist geprägt durch seine militärische Geschichte: Zu Zeiten des ersten Weltkriegs errichtete man hier einen Seeflughafen und verlegte erstmals die Marineflieger-Abteilung auf das Gelände. Den Erdaushub des heutigen Nord-Ostsee-Kanals nutzte man damals für den Bau einer Start- und Landebahn, die 400 Meter in die Förde ragte. Noch heute bildet die eckige Form der Startbahn die Uferlinie entlang des Geländes.

Seit 2016 findet auf dem Areal jährlich das Startup-Festival [Waterkant.SH] statt. Hier vernetzen sich regionale, überregionale und internationale Startups untereinander, treffen auf Unternehmen und Organisationen und stellen Innovationen vor. Die interaktiven Formate auf dem Waterkant-Festival ermöglichen einen Wissenstransfer, der für Schleswig-Holstein einmalig ist und den Wirtschaftsstandort stärkt. Die Themen reichen von New Work über Virtual und Augmented Reality bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Gaming.

Entwicklung

Dieses Areal im Kieler Norden ist eine der wichtigsten Potenzialflächen Kiels und von großer Bedeutung für die Landeshauptstadt. Ziel ist es, die rund 80 Hektar große Fläche mit etwa zwei Kilometer Wasserkante weiterzuentwickeln...

zu einem zukunftsorientierten, lebendigen und vernetzten Stadtteil.

„Gewerbe Nord“, „Maritimes Quartier“ und „Wohnen im Süden“ – das mischgenutzte Quartier wurde im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen in drei Teilbereiche mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten entwickelt (Visualisierung siehe Download-Bereich):

Der erste Teilbereich „Gewerbe Nord“ umfasst vor allem Flächen mit gewerblicher Nutzung, außerdem ein bestehendes Mischgebiet entlang der Straße Schusterkrug, eine bestehende Kleingartenanlage und das Sondergebiet Sporthafen.

Der zweite Teilbereich „Maritimes Quartier“ umfasst neben Flächen mit Gewerbe- und Mischnutzung auch Sondernutzungen für Gesundheit, Wellness, Kultur und Tourismus und Sondernutzungen für Akademien, bzw. Institute.

Der Teilbereich 3 „Wohnen im Süden“ umfasst Flächen mit vorwiegender Wohnnutzung unterschiedlicher Ausprägungen und außerdem Sportflächen. Die einzelnen Teilbereiche werden über eine Spange an das übergeordnete Verkehrssystem angeschlossen.

Weiterhin auf dem Areal: 17,6 ha Waldfläche, 3,2 ha Aufforstungsfläche zur Kompensation für Eingriffe in Natur und Landschaft und etwa 45 ha Wasserflächen der Innenförde und des Plüschowhafens.

Im Jahr 2014 wurde die städtebauliche Gesamtmaßnahme durch das Land Schleswig-Holstein in das Programm "Stadtumbau West" der Bund-Länder-Städtebauförderung aufgenommen. Nach Einleitung einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme beginnt nun die städtebauliche Planung.

Der Bebauungsplan sieht 17 ha Nettobauland für das produzierende Gewerbe und etwa 12 ha gemischte Bauflächen (Büro, Wohnen, Freizeit) vor.

Aktuelle Informationen zu den Entwicklungen erhalten Sie hier: www.kiel.de/mfg5

Lage und Anbindung

Aus der hervorragenden Lage ergeben sich vielversprechende Ansätze für die Tourismusbranche und die maritime Wirtschaft.

Die zukünftige Logistikinfrastruktur ist durch die überregionale Straßenanbindung gegeben: Es besteht über die B503 Anschluss an zu den Autobahnen A215, A210, A21 und A7.

Geprüft wird der Bau einer öffentlich zugänglichen Promenade, die gleichzeitig als eine gewerblich nutzbare Kaikante fungiert. Dadurch soll der maritime Gewerbestandort Anschluss an die internationalen Seewege erhalten.

Schienengebunden besteht eine Verbindung an das Streckennetz der Deutschen Bahn in Neuwittenbek.